Newsletter 18 - juni - 2014

ARBEITSKREIS für FORENSISCHE VETERINÄRMEDIZIN
Im Rahmen des Kuratoriums für Sicherheit in Pferdesport & Tierhaltung hat sich auf Dr.Kauns Initiative hin ein Arbeitskreis für forensische Veterinärmedizin etabliert, dessen Mitglieder auf www.pferdesicherheit.at > Gutachten & Aufkären abrufbar sind. Mitglieder sind praktizierende Tierärzte, Amtstierärzte und auch der Leiters des Referates für Umweltkriminalität im Bundeskriminalamt.
Das Ziel dieser Gruppe, die durch interessierte Fachleute noch deutlich erweitert werden soll, ist eine enge Zusammenarbeit und ein schneller Informationsaustausch bei allen Fällen, in denen Tiere Opfer von Angriffen und Gewalt geworden sind.
Die Gründungsmitglieder sind
  • Univ.Lektor VR FTA Mag. Dr. Reinhard Kaun (Begründer und disponierender Moderator tierarztdr.kaun@pferd.co.at ) A 2070 Retz, Herrengasse 7 , Gerichtsgutachter.
  • FTA Ass. Prof. Dr. Martin Reifinger, 1220 Wien, Veterinärplatz 1, Gerichtsgutachter
  • FTA Dr.Clemens Alton, 2100 Korneuburg, Dr. Starzerstr.15
  • FTA Dr. Zoltan Bago, Leiter des Pathologiezentrums Ost Mödling, AGES, 2340 Mödling, Robert Kochgasse 17
  • ATA Dr. Christoph Hofer-Kasztler, Amt der nö. Landesregierung Tulln.


In Zukunft soll ein Österreich weites Netzwerk an Fachleuten errichtet werden, das in enger Zusammenarbeit mit Polizei, Landeskriminalämtern und dem BKA Hilfestellung bei Angriffen und Gewalt gegenüber Tieren leistet, z.B.:
  • Angriffe auf Pferde und andere Tiere durch Verletzung mit Tatwaffen
  • sexuell orientierte Angriffe auf Pferde, Hunde und andere Tiere (Zoophilie, Zoosexualität)
  • Missbrauch von Heim- und Kleintieren in Form von Gewaltanwendung (Schütteltrauma, Verkauf von Welpen unter tierschutzwidrigen Verhältnissen)
Die Palette der Gewalts- und Missbrauchspraktiken ist sehr groß und besteht eine verhängnisvolle Tendenz, diese in ein günstiges Licht zu stellen und eine jeweilige "Zustimmung" der Tiere zu den verschiedensten Formen der Gewaltanwendung zu implizieren.
Anderseits soll aber dem Umstand, jede Weide- oder Selbstverletzung bei Pferden und anderen Tieren immer sofort als Tat eines "Pferde-Rippers" oder Sexualstraftäters anzusehen, durch genaue Abklärung des Verletzungsbildes entgegengewirkt werden, um unnötige Beunruhigungen der Bevölkerung, insbesondere der Tierhalter zu vermeiden.
Die Tätigkeit des Arbeitskreises für forensische Veterinärmedizin soll auf Sicht auch eine Präventivwirkung haben: es ist bekannt, dass Tierquälerei in vielen Fällen der Einstieg zu schwerer, oft sexueller Gewalt gegen Menschen ist und deshalb in möglichst frühen Stadien erkannt werden soll.
Sie können Anfragen und Auskünfte zum "Thema" jederzeit richten an: tierarztdr.kaun@pferd.co.at - Interessierte Tierärzte werden um Kontaktaufnahme ebenfalls ersucht!

AUSBILDUNGSKURS PFERDESANITÄTER
Auf www.pferdesicherheit.at > Schützen & Helfen ist die Ausschreibung zum nächsten Kurs im Herbst 2014 zu finden.

FORTBILDUNG PFERDESANITÄTER - Bericht von Dr. Sendlhofer:
Ich darf kurz über die Fortbildungsveranstaltung für Pferdesanitäter vom 14.06.2014 berichten: vormittags wurde das Thema „ der Pferdesanitäter als Helfer im Rahmen von Unfallgeschehen bei Turnierveranstaltungen“ behandelt; recht eindrucksvoll konnte den 11 Teilnehmern das Szenario mit Filmen, Bildern und in Praxi mittels Gustav (der bei einem Steilsprung stürzte und bewusstlos vor den Augen der vielen Zuschauer im Parcours liegen blieb) veranschaulicht werden. Nachmittags demonstrierte Koll. Peterbauer die „Rettung eines liegenden Pferdes aus einem Transportfahrzeug“; anschließend wurden die Mannen der FF Maria Rain aktiv und befreiten mehrere Pferde aus einem total verrauchten Stallgebäude.

AUSBILDUNGSKURS FIRE&EMERGENCY VETs - Bericht von Dr. Peterbauer
Ich darf mit Freuden verkünden, dass wieder 8 neue Fire & Emergency Vets aus dem letzten Kurs hervorgegangen sind und mit Enthusiasmus und Engagement den von Dir gesäten Gedanken weiter verbreiten werden. Ich habe sowohl sehr positive Rückmeldungen zum Kurs erhalten als auch einige Anregungen für weitere Kurse, die ich natürlich umzusetzen versuche. Ich bitte dich, die Namen der frisch gebackenen Fire & Emergency Vets auf der Homepage des Kuratoriums zu publizieren. Weiters freut es mich, dass die Kooperation mit Andreas Sendlhofer eine zukunftsweisende Richtung eingeschlagen hat. So habe ich letzten Samstag bei einer Weiterbildungsveranstaltung für Pferdesanitäter in Maria Rain einen Workshop über die Rettung eines liegenden Pferdes aus einem Hänger und manuelle Rettungstechniken zum Bewegen von liegenden Pferden halten dürfen. Außerdem werden Andreas und ich gemeinsam auf der Rettermesse präsent sein und das Kuratorium sowie seine Säulen vertreten. Weitere Kooperationen sind geplant.

Mit freundlichen Grüßen
Dr. Reinhard Kaun